"Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit"

Dieses Zitat von Erich Kästner kann man sicher vielfältig interpretieren. Mich erinnert es daran, dass wir die Möglichkeit haben, mit unserem „inneren Kind“ zu arbeiten, um alte Glaubensmuster aufzudecken und alten Schmerz zu akzeptieren.

Aber wer genau ist denn überhaupt unser „inneres Kind“?

Unsere Persönlichkeit besteht aus zwei Persönlichkeitsteilen: dem inneren Erwachsenen und dem inneren Kind. Im besten Fall sind die beiden miteinander in Kontakt und der innere Erwachsene übernimmt die Verantwortung für das innere Kind. Wenn dem so ist, fühlen wir uns „ganz“. Meist ist dem aber nicht so, weil wir nicht gelernt haben, unser inneres Kind wertzuschätzen oder überhaupt zu beachten und anzunehmen. Dann empfinden wir ein Gefühl von Unvollständigsein, Einsamkeit oder Leere.

Unser inneres Kind hält Informationen über unsere Erfahrungen in unserer Kindheit gespeichert. Das bedeutet, wenn wir als Kind von unseren Eltern oder anderen Personen missachtet, schlecht behandelt oder sogar missbraucht wurden, dann hat unser inneres Kind diese Gefühle gespeichert. Damit wir diese Gefühle nicht mehr spüren müssen, unterbindet unser innerer Erwachsener den Kontakt zu unserem inneren Kind. Die Reaktionen unseres verlassenen, einsamen inneren Kindes reichen von dem Wunsch „Everybody’s Darling“ sein zu wollen, über Perfektionismus, Kontrollzwang bis hin zu Suchtverhalten.

Aber wie sagte Erich Kästner? „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit“!

Wir haben die Möglichkeit die Verantwortung zu übernehmen und uns mit unserem inneren Kind zu verbinden. Wir können es annehmen und trösten. Die gute Nachricht ist nämlich: alles, was wir in der Kindheit erlebt haben, ist vergangen UND wir haben es offensichtlich überlebt! Also, warum sollten wir uns weiter damit belasten? Die Arbeit mit dem inneren Kind ist ein Prozess. Ein Prozess, der uns mit dem inneren Kind verbindet und es heilen lässt. Ein geheiltes inneres Kind schenkt uns zum Dank Kontakt zu unserer Leidenschaft und unserer Dynamik, es lässt uns mit großen Augen staunen, es gibt uns die Fähigkeit uns für Dinge zu begeistern und lässt uns verspielt, unbeschwert und glücklich sein. 

Wann nehmen Sie Ihr inneres Kind in den Arm?

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